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9 Tipps für Urlaubsgenuss – deine Auszeit mit deiner Familie

22.07.2018 | von Juliane Reinsch

Bedürfnisorientierung und Achtsamkeit im Urlaub mit deiner Familie. Mit diesen 9 Tipps kannst du eure gemeinsame Auszeit genießen.

Der Alltag von Eltern kann herausfordernd sein. Urlaub ist eine willkommene Auszeit, um endlich zu entspannen und deine Akkus aufzuladen. Ich habe 9 Tipps zusammengetragen, um Urlaubsfrust zu vermeiden.

1. Auszeit im Alltag

Sorge für dich, so hast du schon im Alltag gut gefüllte Akkus und startest nicht völlig ausgepowert in den Urlaub.

Kleine Auszeiten zwischendurch helfen dir, deine Akkus regelmäßig aufzuladen. Gönne dir Verschnaufpausen. Besonders dann, wenn die ToDo-Liste sehr lang ist, fällt es vielen schwer abzuschalten.

Nimm dir ganz bewusst Zeit. Halte dein Gesicht in die Sonne, genieße die Wärme und lächle. Komme für ein paar Sekunden völlig im Moment an. Rieche frisch gemähtes Gras. Schmecke, was du gerade isst. Stelle dir vor, wie es deinen Körper nährt.

Kleine Auszeit
Kleine Auszeit

2. Vorbereitungsstress und Punktlandung

Was muss wirklich noch vor dem Urlaub erledigt werden? Was kann auch bis nach deinem Urlaub liegen bleiben? Wie kannst du unterscheiden und Prioritäten setzen?

Unterscheide für dich: Was ist wirklich dringend? Was ist dir besonders wichtig? Das was dringend und wichtig ist, solltest du auf jeden Fall erledigen.

Dinge die dir oder anderen wichtig sind solltest du nochmal genauer anschauen. Was davon musst du wirklich noch vor dem Urlaub erledigen?

Das was weder wichtig noch dringend ist, kann wirklich noch liegen bleiben, oder?

3. Ankommen

Endlich Urlaub! Entspannung, Zeit für dich, Zeit für deinen Partner, gemeinsame Zeit mit der Familie, die Seele baumeln lassen…

Meistens müssen alle erst mal in der gemeinsamen Zeit ankommen. Abseits vom durchorganisierten Alltag eine Struktur zu finden die der gesamten Familie gut tut, braucht etwas Zeit.

Gönnt euch bewusst diese Zeit – für eure Eltern-Kind-Beziehung und für eure Paarbeziehung.

4. Zufriedene Kinder, zufriedene Eltern – und umgekehrt

Ok, ein paar Tage (oder Stunden) im Wellnesshotel würde ich sehr entspannend finden –allein oder mit meinem Partner. Mit meinen Kindern wäre es wohl eher Stress für mich und wahrscheinlich auch für die Kinder. Leise sein im Ruheraum, still im Wasser treiben lassen – dass passt einfach nicht zu lebhaften Kindern.

Wenn Eltern entspannt sein möchten, ist es gut eine Umgebung zu suchen, in der ihre Kinder sich frei bewegen können. Je nach Alter der Kinder ein überschaubares Gelände, Sand, Wasser, Wiese, Kletterbäume, vielleicht die Möglichkeit andere Spielgefährten kennenzulernen. Es muss kein Betreuungsangebot im Kidsclub sein, um sich kleine Auszeiten zu verschaffen.  Eltern können auch in Sichtweite ihrer Kinder ein bisschen Zeit für sich allein oder als Paar finden.

Finde heraus, wie ihr eure Bedürfnisse „unden“ könnt. Damit jeder das bekommt, was er braucht.

Einen schönen Artikel zur Unterscheidung von Wünschen und Bedürfnissen findest du auch im Gewünschtesten-Wunschkind-Blog.

5. Urlaubsverpflichtungen – Postkarten versenden und Erinnerungsfotos machen

Klar ist es schön, wenn ich Postkarten mit Urlaubsgrüßen von meinen Lieben bekomme. Aber bitte fühlt euch nicht dazu verpflichtet, ich gönne euch eure Zeit. Ganz für euch allein!

Mach dir selbst klar, wem du eine Urlaubskarte senden möchtest und was dein Grund dafür ist. Einfach nur etwas tun, weil man es so macht, ist kein guter Grund!

Ja, es ist schön, später unserer Erinnerung mit Fotos auf die Sprünge zu helfen.

Was passiert jedoch, wenn wir bei bestimmten Aktionen ganz bewusst darauf verzichten Urlaubserinnerungen auf Foto festzuhalten? Unsere Erinnerungen können viel bunter sein, als jedes Foto. Schließ deine Augen: In unseren Erinnerungen bleiben uns Gefühl, Geruch und Stimmung viel besser erhalten. Probier es mal aus!

6. Familienbesuch – die Kollision von Welten

Wenn wir unser Herkunftsfamilie besuchen, rutschen wir schnell wieder in altes Rollenverhalten. Ein richtig blödes Gefühl!

Wenn du dich rechtfertigst oder verteidigst, geht es dir vielleicht darum, deine Integrität zu wahren. Deine Integrität ist dass, was dich ausmacht, wer du sein möchtest, woran du glaubst, dein Empfinden für Nähe und Distanz.

Du darfst dich unabhängig von der Bewertung deiner Eltern fühlen. Du bist, wer du bist und du entscheidest, wie du dich fühlen möchtest!

Überleg dir vielleicht eine kleine Geste oder ein inneres Bild, um dich zu bestärken, wenn du spürst, dass du unsicher wirst.

7. Auszeit und Entspannung zu Hause – die hohe Kunst

Lass einfach mal den Haushalt, statt zu kochen gibt es Fertigpizza zum Mittag, der  Papierkram kann noch ein bisschen liegen bleiben… Sich zu Hause zu entspannen ist die hohe Kunst – finde ich jedenfalls. Ständig hat man den Haushalt und einen Haufen unerledigte Aufgaben vor Augen.

Damit man sich auch zu Hause entspannen kann, ist ein Plan hilfreich: Welche Wünsche und Vorstellungen hat meine Familie?  Welche Zeiten nutze ich, um Verpflichtungen nachzukommen? Welche Zeit brauche ich für mich?

Trag dir freie Tage als Auszeit und deine Aufgaben in den Kalender ein. Mit diesem Wechsel aus Freizeit und Pflichterfüllung habe ich gute Erfahrungen gemacht und konnte mich zu Hause gut entspannen.

8. Dauerregen oder krank im Urlaub – Wenn unsere Pläne durchkreuzt werden

So lange habt ihr euch auf die gemeinsame Auszeit gefreut, aber nun hat so ein blöder Virus zugeschlagen und Urlaubsgenuss ist nicht wirklich möglich.

Wie bekommst du Ruhe, wenn du selbst krank bist und obwohl deine Kinder nun Urlaubsbedingt auch zu Hause sind? Wie kannst du mit deiner Enttäuschung umgehen?

Wenn nichts läuft wie gewünscht, können wir schimpfen und schlechte Laune haben. Ja, wir dürfen uns richtig ärgern!

Aber letztendlich ist es unser Leben und wir dürfen entscheiden, wie wir uns fühlen möchten. Wenn du dich ärgern möchtest, ist das völlig in Ordnung.

Wenn es dich nervt, dass du dich ärgerst – dann versuche folgendes: Stell dir vor, wie du aus der neuen Situation das Beste für dich raus ziehen kannst. Und dann tue es!

9. Sei großzügig mit dir

Niemand schafft es, komplett alles umzusetzen was sie/er sich vorgenommen hat. Sei nicht so streng mit dir! Du bist ein Mensch und es hatte seinen Grund, warum du es nicht geschafft hast. Du darfst diesen Grund genau anschauen. Anstatt dich über dich selbst zu ärgern, sei achtsam mit dir. Was hättest du gebraucht? Sorge großzügig für dich!

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Kommentare
  • Liebe Juliane, das sind wirklich hilfreiche Tipps. Ich habe mich erst letztens mit einer Freundin unterhalten, die in ein paar Tagen in den Urlaub mit ihrer Familie fahren sollte. Ihr graute es bereits vor dem Urlaub, dem Stress und den Nörgeleien der Kinder. Ich werde ihr deinen Artikel gleich mal weiterleiten. Vielleicht kann sie das ein oder andere ja für sich umsetzen.

    • Liebe Olga, die Erfahrung deiner Freundin habe ich auch schon gemacht – inzwischen schaffe ich es meistens meine eigenen Tipps zu befolgen 😉 Liebe Grüße Juliane

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